Kontext
Ohne ein funktionierendes Entsorgungssystem wird Abfall langfristig zum Gesundheitsproblem. In der informellen Siedlung rund um die Penthakata-Schule in Puri ist das Abfallentsorgungs-System derzeit lückenhaft. Die wachsende Siedlung produziert täglich schätzungsweise 10 Tonnen Abfall. Der Müll verschmutzt die Strassen, den Strand und das Meer, die Rückstände geraten ins Grundwasser und stellen ein Gesundheitsrisiko dar. Um die Lebensbedingungen der lokalen Bevölkerung zu verbessern, lancierte Usthi in Zusammenarbeit mit der Eawag, dem Wasserforschungsinstitut der ETH Zürich, ein Abfallmanagement-Projekt, das 2024 mit einer Pilotphase startete.
Gesundheit und Bildung ganzheitlich stärken
Ziel des Projekts war es, gemeinsam mit den Bewohner:innen der Penthakata-Siedlung ein funktionierendes Abfallsystem zu entwickeln und den Anwohner:innen das nötige Wissen und Werkzeug mitzugeben, dieses zu betreiben. Ein wichtiger Pfeiler für die Langfristigkeit des Projekts ist deshalb die Sensibilisierungsarbeit. Lehrpersonen erhielten Inputs zur Integration des Themas Abfallmanagement im Unterricht. Schulkinder nahmen an Abfall-Sammelaktionen teil und es entstand ein Lehrbuch zu den Themen Abfallverwertung und Umweltverantwortung, das nun im Unterricht an der Penthakata-Schule eingesetzt wird.
Um die umfassende Realisierung einer Entsorgungsstrategie zu gewährleisten, arbeitete Usthi mit der Eawag, der Stadtverwaltung von Puri sowie dem neugegründeten Abfallmanagement Komitee von Penthakata an der Weiterentwicklung des Abfall-Sammelkonzepts.
Übergabe an die Stadtverwaltung
Für Usthi ist es ein Erfolg, dass das Projekt nach der erfolgreichen Aufbau- und Pilotphase im Februar 2026 an die Stadt Puri übergeben werden konnte. Diese wird das Abfallmanagement in der gesamten Penthakata-Siedlung in Zukunft eigenständig weiterführen. Usthi wird sich weiterhin für die Implementierung des Themas in den Unterricht aller Schulen in Penthakata engagieren.