Dreieinhalb Tage voller Begegnungen, Eindrücke und echter Herzensmomente im indischen Bundesstaat Odisha liegen hinter uns. Wir sind geehrt und dankbar für den Besuch von Maya Tissafi, Botschafterin der Schweiz in Indien und Bhutan, und Simon Schäfer, erster Sekretär der Schweizer Botschaft in Neu-Delhi. Die Delegation besichtigte gemeinsam mit Usthi-Gründer Kurt Bürki und Stiftungsrat Daniel Kempter einige Usthi-Projekte.
Unterwegs in der Penthakata-Siedlung
Der ehrwürdige Besuch der Botschaftsdelegation und die herzlichen Begegnungen werden für Usthi als bedeutender Meilenstein in guter Erinnerung bleiben. Auf einem Rundgang in der Penthakata-Siedlung – eine informelle Fischersiedlung am Stadtrand von Puri und Einzugsgebiet der Usthi-Schule – bot sich den Besucher:innen die Gelegenheit für den Austausch mit den Anwohner:innen. Die Begegnungen waren geprägt von tiefem, gegenseitigem Respekt zwischen den Schulkindern und Familien der Penthakata-Siedlung und der Botschafts-Delegation. Der Rundgang gab zudem Einblick in das Projekt für Abfallmanagement, das 2024 in der Penthakata-Siedlung lanciert wurde.
Ein besonders bewegender Moment war die Vorführung der Schulkinder an der Penthakata-Schule, die eine beeindruckende Darbietung aus klassischen Tänzen und Dramen präsentierten. Die Schule bietet rund 400 Kindern aus armutsbetroffenen Familien der Penthakata-Siedlung Zugang zu hochwertiger Bildung. Der Unterricht in klassischem Tanz ist fester Bestandteil des Lehrplans und soll dazu beitragen, die reiche kulturelle Vielfalt der Region an kommende Generationen weiterzugeben.
Zu Besuch beim Usthi Hospital in Bhubaneswar
Neben den sozialen Projekten besuchte die Delegation auch das Usthi Hospital in Bhubaneswar. Das moderne Spital wird von unserem Projektpartner als Sozialunternehmen geführt. Es bietet nicht nur vielfältige Gesundheitsdienstleistungen an, sondern dient unserem Projektpartner als lokale Einkommensquelle und trägt damit zur Finanzierung der sozialen Projekte vor Ort bei. Die wertschätzenden Worte der Botschafterin Tissafi bedeuten uns viel: «Das Spital ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie soziale Verantwortung und unternehmerisches Denken zusammenwirken: Als bezahlbare Einrichtung mit mehreren Fachrichtungen erweitert es den Zugang zur städtischen Gesundheitsversorgung und trägt gleichzeitig zur langfristigen Nachhaltigkeit der umfassenderen sozialen Mission von Usthi bei.»
Engagement aus Überzeugung
Die Lehrer:innen und Hilfskräfte der Penthakata-Schule, die Sammlerinnen im Abfallmanagement-Projekt sowie das Pflegepersonal und die Ärzt:innen des Usthi-Hospitals – sie alle und viele weitere tragen mit grosser Hingabe dazu bei, Usthis Wirkung Tag für Tag zu entfalten. Umso wertvoller war es, dass ihr Engagement durch den internationalen Besuch in besonderer Weise gewürdigt wurde.
«Manchmal versteht man die Welt nicht mit dem Verstand, sondern nur mit dem Herzen. Wir durften Lebensmomente teilen, die kolossal unter die Haut gingen und bleiben werden», resümiert Stiftungsrat Daniel Kempter. Es gilt diesen Geist weiterzutragen, die Arbeit mit Herz weiterzuführen und auch in Zukunft Perspektiven zu eröffnen.

Botschafterin Maya Tissafi und Usthi-Gründer Kurt Bürki im Gespräch

Vorführung traditioneller Tänze an der Penthakata-Schule

Austausch mit Familien der Penthakata-Siedlung

Besprechung zum Abfallmanagement am Strand von Penthakata